Dichtheitsprüfung von Lüftungsanlagen

Bei der Betrachtung der Energieeffizienz der Lüftungsanlagen ist die Dichtheitsprüfung von Lüftungsanlagen ein wichtiger Punkt. Befinden sich Leckagen in den Luftleitungen der RLT-Anlage, können diese zu einem unkontrollierten Lufteintritt und -austritt führen und weiter zu Geräuschentwicklung, Wärmeverlusten, sowie dem Eindringen von Verschmutzungen.

Die Norm DIN EN 13779 sowie Produktnormen wie z.B. die DIN EN 1507 und DIN EN 12237 definieren dazu Dichtheitsklassen A bis D, deren Einhaltung, sofern vertraglich vereinbart, kontrolliert werden muss.

Die Dichtheitsprüfung vor Ort sollte nach DIN EN 12599 möglichst in der Phase des Einbaus erfolgen, da die Anlagen für Lokalisierung der Leckage und etwaige Nachbesserungen dann noch gut zugänglich sind. Bei der Durchführung der Dichtheitsprüfung ist eine genaue Messstellenplanung erforderlich. So sollte darauf geachtet werden, dass v.a. an allen Haupt-Luftleitungen und an den Zuleitungen mit hohen Anforderungen (Schlafzimmer usw.) Messungen vorgenommen werden.

Dichtheitsprüfung an raumlufttechnischen Anlagen mit dem Wöhler DP 700 Dichtheitsprüfgerät, abdichten eines Teilbereichs der RLT-Anlage

 DP700

 

Durchführung der Dichtheitsprüfung von Lüftungsanlagen

Zur Durchführung wird ein Dichtheitsprüfgerät benötigt. Für die Messung wird das Luftleitungsnetz in der Regel in verschiedene Abschnitte unterteilt. Die zu prüfenden Leitungsabschnitte müssen sorgfältig abgedichtet werden. Das Dichtheitsprüfgerät erzeugt mittels Gebläse in den entsprechend abgedichteten Abschnitten bei Zuluftleitungen einen Überdruck und bei Abluftleitungen einen Unterdruck, welcher jeweils möglichst in der Mitte des mittleren Betriebsdrucks liegen sollte. Die DIN EN 12599 schlägt +200, +400 oder +1000 Pa als Überdruck bzw. -200, -400 oder -750 Pa als Unterdruck vor. Der dazu notwendige Luftvolumenstrom entspricht dem Leckluftstrom, für den in Abhängigkeit der Luftleitungsoberfläche und des Prüfdrucks in den obigen Normen Grenzwerte festgelegt sind.